Amelie: vom verlassenen Hündchen zur Diva

Amelie

Irgendwie war es Schicksal, dass Amelie zu uns kam. Mein Credo seit Jahren ist: niemals mehr als zwei Hunde! Ja, und zwei Hunde hatte ich bereits. Doch dann sah ich auf der HP dieses Gesichtchen! Schon ganz grau, die Augen hoffnungsvoll aufgerissen, schauten sie mir durch Gitterstäbe direkt ins Herz! Kurz überlegt: klein, alt, weiblich: das passt!

Knapp 2 Wochen später bestieg der kleine Zwerg ein Flugzeug und kam zu uns in die Schweiz. Von der ersten Sekunde an folgte sie mir auf Schritt und Tritt! Nichts konnte sie erschrecken: die Menschenmenge auf dem Flughafen, meine beiden grossen Hunde, fremde Menschen die sie betatschten und spitze Entzückungsschreie von sich gaben… Wir waren alle begeistert!

Leider war Amelie gesundheitlich eine ziemliche Baustelle. Ein Leiomyom unter dem Schwänzchen, das Mäulchen voll mit völlig kaputten Zähnchen, Zahnfleischentzündung und Fisteln. Doch für was gibt es Tierärzte? Diese Berufsgattung gilt es zu unterstützen, und das taten wir dann auch. Heute ist Amelie fast wie neu. OK, ein paar Zähnchen fehlen, aber das hindert unseren kleinen Säbelzahntiger nicht daran, sich gierig auf alles Fressbare zu stürzen.

Sie besitzt inzwischen sogar zwei Wintermäntelchen und ein Regenmäntelchen, welche sie mit verachtungsvoll verzogener Miene ohne Murren trägt, denn Fräulein mag keinen Regen und auch keine Kälte. Brav hat Frauchen also diese dekadenten Hilfsmittel angeschafft. Hauptsache, Amelie geht es gut. Vielleicht können wir ein wenig wieder gut machen, was man ihr in der Vergangenheit angetan hat.




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