Man braucht viel Geduld und Ausdauer

Cooper

Cooper ist nunmehr 2 Jahre bei uns und hat sich von einem absoluten traumatisierten Hund zu einem im heimischen Umfeld sehr entspannten Hund gemausert.

Als Cooper bei uns einzog, war die Lebensumstellung mit ihm ein gravierender Einschnitt.  Seine Mitbewohnerinnen  Pecki und Gipsy haben ihn erstmal gar nicht für voll genommen. Er war ja auch mit seinem Selbstvertrauen am Boden und hat jegliche Berührung nur unter Angst und Misstrauen ertragen. Monate hat es gedauert, bis ich das Vertrauen von Cooper bekommen habe. 

Die Spaziergänge waren zu Anfang eine schweißtreibende  Angelegenheit. Wann immer uns Menschen begegnet sind, reagierte er völlig panisch und wollte nur noch flüchten, egal wohin! 

Man kann sich vorstellen, dass das Handling mit 3 Hunden nicht gerade einfach war und leider wohnen wir nicht in einer menschenleeren Idylle. 

Mittlerweile ist der Umgang mit Cooper berechenbarer geworden. Nach wie vor werde ich ihn leider nicht von der Leine nehmen können, da es immer noch vorkommt, dass er bei Begegnungen mit Menschen panisch wird. Aber wir haben das Beste aus der Situation gemacht. Er läuft mit mir regelmäßig mit dem Roller und kann sich körperlich auspowern. Im Garten kann er seine  „dollen 5 Minuten“ ausleben und ich denke, dass es ihm an nichts mangelt, auch wenn er in der „freien Wildbahn“ nicht unangeleint sich austoben kann.

Mittlerweile ist auch noch eine Fundkatze bei uns eingezogen, die Cooper sehr lieb hat. Die beiden kuscheln auf dem Sofa zusammen und sind sich sehr vertraut. Komischerweise hat Cooper vor ihrem Einzug jede Katze draußen angebellt und wollte hinter ihr herjagen. Seit dem sind ihm die Freigängerkatzen auch viel sympathischer und er wedelt nur noch kurz mit der Rute, wenn er eine sichtet.

Letztes Jahr waren wir mit Cooper  auf eine 3 wöchige  Fahrt nach Norwegen mit dem Wohnmobil unterwegs.  Das war ein großes Abenteuer für ihn und ich hatte den Eindruck, dass es ihm sehr gefallen hatte.  Er genießt die Zeit, die wir zusammen erleben können und hat sich zu einer richtigen Schmusebacke entwickelt. Er sucht die Nähe und genießt jede Streicheleinheit. 

Cooper ist stellvertretend für alle traumatisierten und ängstlichen Hunde und ich möchte allen Mut zusprechen, die Hoffnung nicht aufzugeben, dass man diesen Hunden aus ihren inneren Käfig befreien kann.

Man braucht viel Geduld und Ausdauer, aber wenn man kleine Fortschritte erkennt, kann man Stolz darauf sein. Cooper wird nie ein sozialfähiger und unproblematischer Begleiter werden, aber ich weiß mittlerweile seine Grenzen gut einzuschätzen.

Er ist aus unserem Rudel nicht mehr wegzudenken und hat sich, so finde ich, sehr gut entwickelt.

 

Herzliche Grüße von

Cooper, Gipsy, Pecki, Findus und Fam. W.




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