Gus

Gus, Mischling, geb. ca. 8/2012, 26 cm SH, 6 kg, kastriert

Gus

Auf Pflegestelle in Diemelsee

 

Gus wurde auf einer Straße gesichtet, als er vollkommen panisch von links nach rechts flitzte und sich verzweifelt unter den parkenden Auto versteckte. Die Polizei wurde informiert, die sofort ausrückte um den kleinen Hund einzufangen. Allerdings erwies sich das als sehr schwierig, denn die großen Männer machten Gus noch mehr Angst. Mit viel Ruhe und strategischem Geschick konnte man ihn dann aber in einen Hausflur lenken und dort war er erst einmal sicher vor den Autos.

Wenig später wurde er dann ins Tierheim gebracht. Gus war körperlich in einem relativ gutem Zustand, aber wie so oft konnte kein Chip gefunden werden. Was in diesem Fall auch gut ist, denn der kleine Mann hatte bis dato kein schönes Leben und eine Rückgabe an den ehemaligen Besitzer wäre für Gus eine Katastrophe. 

Er ist sehr ängstlich und wenn er könnte, würde er am Liebsten im Erdboden versinken, sobald Zweibeiner auftauchen. Was treibt Menschen an einen solch kleinen Hund so zu misshandeln und warum? Kräftemessen mit einer 6 kg Fellnase? Zeigen, wer der Chef im Hause ist? Das ist doch wohl mehr als nur lächerlich - es ist…….  ohne weiteren Kommentar.

Zu einigen Pflegern hat er mittlerweile Vertrauen gefasst. Wenn sie etwas Zeit haben, holen sie Gus aus dem Zwinger, nehmen ihn auf den Arm und setzen sich mit ihm in eine ruhige Ecke. Gus erstarrt zuerst zu einer Salzsäule. Nach ein paar Streicheleinheiten und wenn der Pfleger ganz leise mit ihm spricht, entspannt er sich langsam. In seinen kleinen Knopfaugen leuchtet ein kleiner Funke Hoffnung auf - die Menschen sind ja doch nicht alle schlecht - und sieht fast so aus, als würde Gus lächeln. 

Er ist sicherlich nicht der schönste Hund und dazu noch ängstlich, aber wer ihn einmal im Tierheim gesehen hat, wird ihn nicht vergessen. Es ist diese Verzweiflung, die tieftraurigen Augen und die knuffigen Fledermausohren die einen nicht mehr loslassen. Was wäre er wohl für eine tolle Fellnase geworden, wenn er in die richtigen Hände gekommen wäre? Aber das Leben und das Schicksal hatte es leider anders entschieden.

Für diesen traurigen Hundemann suchen wir ganz geduldige und verständnisvolle Menschen, die ihm eine Chance auf ein sorgenfreies Leben schenken. Eine weitere Fellnase ist kein Problem.

 

Kontakt: 

Barbara Merhof

E-Mail: merhof@vergessene-tierheimhunde.de

Tel.: 05633 - 5726

Mobil: 0170 - 245 71 85




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