Schutzgebuehr

Tierheim-Argentona-Spanien

Auch wenn mancher den Kopf über die geforderte Schutzgebühr schüttelt und sie als zu hoch empfindet - ganz nach dem Motto: Man solle doch froh sein, wenn die Hunde ein Zuhause finden - so ist sie ein ganz wichtiger Teil für die Tierheime, aber auch für unserer Arbeit. Tierschutzarbeit ohne Geld lässt sich einfach nicht umsetzen, es ist nicht zu leisten.

Von den 350,- Euro Schutzgebühr kommen ca. 50% des Geldes dem Tierheim zugute. Wobei es nur einen ganz kleinen Teil der geleisteten Arbeit und der entstandenen Unkosten abdeckt. Darin enthalten ist der Pass, der Chip, die Impfungen, der Mittelmeertest und die Kastration. Wer schon mal mit seinem Hund einen Tierarzt in Deutschland aufsuchen musste, kennt die erhobenen Gebühren alleine nur für eine Kastration.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie die Tierheime die laufenden Kosten decken können, was sicherlich sehr viel Improvisation, Verhandlungsgeschick und Ideenreichtum erfordert. Einige Einrichtungen werden zwar von Städten und Gemeinden unterstützt, aber nicht in dem Umfang wie es in Deutschland üblich ist.

Ein weiterer Teil der Schutzgebühr wird für den Transport verwendet. Hier muss man zwischen einem Transport per Landweg und einer Flugpatenschaft unterscheiden. Für eine Reise per Transporter fallen ca. 100,- -120,- Euro an. Ein Flug hängt von der Airline ab, Air Berlin nimmt 100,- Euro – unabhängig von der Größe des Hundes (im Frachtraum). Aber ab und an muss auch auf eine andere Fluggesellschaft zurückgegriffen werden, je nach Angebot der Flugpaten, wie z.B. die Lufthansa. Hier liegt der Preis im Frachtraum bei 100,- -200,- Euro – abhängig von der Größe des Hundes bzw. von der benötigten Größe der Box.  Dazu gibt es ganz klare gesetzliche Richtlinien, wie der Hund seine Reise antreten muss. Werden diese nicht eingehalten – die Box ist zu klein für den Hund – wird er von der Fluggesellschaft nicht mitgenommen.

Ein ganz wichtiger Punkt bei der Schutzgebühr ist natürlich auch, dass für ältere oder alte Hunde nicht die volle Schutzgebühr erhoben werden kann. Je nach Alter liegt sie zwischen 100 - 200,- Euro. Genauso wie in unserem System – junge Menschen helfen/zahlen für Senioren - findet es auch im Tierschutz Anwendung. Der Verein verzichtet auf einen Teil der benötigten Schutzgebühr, um die Vermittlungs-Chancen für einen Senior zu erhöhen. Das dabei entstandene „Minus“ wird durch die Adoption eines jungen Hundes ausgeglichen.

Was nur die Wenigsten wissen, auch wenn wir alle ehrenamtlich arbeiten, so sind die eingegangen Schutzgebühren beim Finanzamt anzugeben und MIT 19% MWST. STEUERPFLICHTIG. (Die MWST. ist in der Schutzgebühr bereits enthalten.)

Die eventuell kleinen Gewinne werden für die Pflegehunde eingesetzt, für die Begleichung von Tierarztkosten, Spezialfutter etc.. Sollten größere Kosten anstehen wie z.B. eine kostenintensive und notwendige Operation, ist der Verein auf Spenden angewiesen.

Alle ehrenamtliche und aktiven Helfer und auch der Vorstand bekommen keine finanziellen Zuwendungen. Ein kleiner Teil der Einnahmen wird für vereinsrelevante Unkosten wie z.B. Versicherungen, Homepage-Pflege etc. verwendet.

Da der Verein auf die Schutzgebühren angewiesen ist und nur so der weitere Einsatz sichergestellt wird, kann keine Teil- und/oder Ratenzahlung der Vermittlungsgebühr eingeräumt werden.